Freitag, 10. Februar 2017

Wandel - Sackgasse



Zwei Bilder die unterschiedlicher nicht sein können. Zum einen der Ausschnitt einer Landschaft wo gerade der Schnee des Winters schmilzt. Zum anderen eine Baracke im Konzentrationslager Dachau wo am Ende des Gangs eine Gittertür das Weiterkommen versperrt. Im ersten Bild ist der Wandel offensichtlich: Auf den Schnee bedeckten Feldern des Winters versucht unser Wetter langsam den Frühling einkehren zu lassen; Wandel in der Natur! Im anderen Bild geht man den Gang entlang von Stubentür zu Stubentür. Man wandelt quasi in den Zimmern des Schreckens; bis man nicht mehr weiter kommt!

Änderungen sind im Kommen. Manche sind offensichtlich und haben bereits einiges geändert. Was bis vor kurzem noch willkommen war und freudig empfangen wurde, ist plötzlich zum Fremdkörper deklariert worden. Das Entfernen der Fremdkörper ist nun ein hehreres Ziel geworden. Schnell raus damit! Wandel mit Sinn oder Unsinn? Aber sicher in die Sackgasse!

Änderungen sind im Kommen. Manche vielleicht erst in weiter Ferne, aber man will sie nicht sehen. Unser Klima ändert sich, wir haben einen nicht unerheblichen Anteil daran. Menschen werden dies zu spüren bekommen, ihre Lebensgrundlagen schwinden. Solange wirtschaftlicher Profit aber süß klingelt, sind diese Menschen uninteressant. Gar nicht darüber nachdenken! Wandel in der Natur! Wer befindet sich aber in der Sackgasse?

Änderungen sind im Kommen. Manche scheinen nie weg gewesen, immer im Verborgenen versteckt gewesen zu sein. Dennoch ändern sie unser Verhalten. Wir ändern unsere Toleranz, sie wird geringer. Die Meinung anderer wird nicht mehr akzeptiert, sie wird mindestens klein geschriehen. Anders denkende werden schnell zur Persona non grata. Meinungsvielfalt beschränkt sich auf die Ansichten weniger! Wandel mit Sinn oder Unsinn? Aber sicher in die Sackgasse!

Änderungen sind da. Manche erst auf den zweiten Blick, andere offensichtlich. Ganze Länder kehren der Demokratie offen den Rücken zu, andere Staaten wählen autokratische Staatschefs. Normale, auch mal lange dauernde Entscheidungswege werden durch Dekrete, Verfassungsänderungen und Abschaffung der Gewaltenteilung ersetzt und verkürzt. Nur wo bleibt die Kontrolle? Wandel in der Politik! Wer befindet sich aber in der Sackgasse?

Es gibt Menschen die wollen dies wieder ändern; wenige, aber es werden vielleicht immer mehr. Menschen gehen für ihre Errungenschaften wieder auf die Straße. Unmenschliche Gesetze werden gekippt, Populisten in die Schranken verwiesen. Lügen und Falsches werden an die Öffentlichkeit gebracht. Die Aufklärung und der Humanismus sind doch noch nicht ganz vergessen. Die Nutzung von Verstand und Mut zahlt sich aus. Wandel zurück zum Sinn! Sicher in keiner Sackgasse!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Puppenspiel

Drei Puppen in der Augsburger Puppenkiste. Das gezeigte Kabarett war sehr schön, die Figuren wie immer gekonnt gemacht und gespielt. Manchmal hatte man so richtig den Eindruck, als ob uns Zuschauer ein Spiegel vorgehalten wird. Hin und wieder aber dachte man auch, selbst Teil des Spiels zu sein.

Manchmal fühlen wir uns mitten in einem Puppenspiel. Mal als Protagonist, mal als Antagonist, oft aber als derjenige, der im Spiel wenig zur Handlung beiträgt, ja richtig gehend unbedeutend ist. Man fühlt sich unbeachtet, als einer von vielen. Wir werden quasi gespielt und sind nicht selbst diejenigen, die den Lauf der Geschichte bestimmen können.
Vielleicht aber wollen wir das manchmal gar nicht? Vielleicht wollen wir erstmal nur beobachten? Oder fehlt uns zum Agieren einfach mal wieder der Mut?

Manchmal sind wir der Protagonist oder zumindest einer der Protagonisten. Wir haben das Spiel in der Hand, wir führen! Dass wir damit eine immense Verantwortung tragen, muss uns klar sein. Freiheit, einher gehend mit Verantwortung und Handeln muss im Einklang mit den Regeln des Spiels erhalten, oder sogar noch verbessert werden. Der Antagonist muss davon überzeugt werden, dass sein Handeln schlecht, ja falsch ist. Seine Macht muss eingeschränkt werden. Die Macht der Freiheit und des Denkens darf gerne die Oberhand erhalten.
Vielleicht aber ist es für uns einfacher, nicht der Protagonist im Spiel des Lebens zu sein? Vielleicht wollen wir uns lieber Leiten lassen? Oder bleibt uns der Mut mal wieder im sprichwörtlichen Hals stecken?

Manchmal müssen wir der Antagonist sein! Wir sind der Gegenspieler eines schaurigen Stücks. Wir sehen das Problem, müssen handeln und den Lauf des Lebens ändern. Wir hoffen, nicht alleine zu sein, Hilfe ist wichtig und entscheidend. Die Protagonisten wollen das schöne Spiel zum Drama machen. Umkehr ist notwendig, die Statisten des Stücks müssen davon überzeugt werden, dass das Spiel in die falsche Richtung läuft. Die Macht der Freiheit und des freien Handelns und Denkens muss erhalten werden. Argumente müssen gut und stichhaltig sein.
Vielleicht ist aber die Rolle des Antagonisten die Schwerste? Vielleicht ist sie aber oft die Wichtigste? Oder ist sie deshalb die unbeliebteste, weil sie den meisten Mut erfordert?
 
Manchmal muss es viele Antagonisten geben!

Freitag, 2. Dezember 2016

Aufschrei

Eine Laienspielgruppe spielt ein Theaterstück, dessen Hauptthema die Umwelt und unser Handeln in und mit der Umwelt ist. Die Protagonistin erkennt nach einer Odyssee wie schlecht es um die Erde steht. Ein Aufschrei erklingt…

Manchmal sollte auch von uns der eine oder andere Aufschrei erklingen:
Wenn Politiker etwas entscheiden, dass uns nicht in den Kram passt, wird unsere Sprache gewalttätig, ein riesen Shitstorm geht durch die Medien und durchs Land. Die Opposition wittert Morgenluft und schwärmt davon, wie toll sie ist. Wenn aber die Industrie die Umwelt verpestet oder zerstört, bleibt alles still und stumm. Weder Regierung und Parteien, noch wir als Gesellschaft stehen auf und sagen unsere Meinung.
Kein Aufschrei!

Wir essen massenweise Fleisch. Das kommt aus Massentierhaltung die weder für die Tiere noch für uns gesund sein kann. Für die Nahrung dieser Schlachttiere benötigen wir die Hälfte allen angebauten Getreides! Ich will keine Vegetarier aus uns machen, bin selbst leidenschaftlicher Fleischesser. Aber massenhaft aus grüner, lebendiger Landschaft Monokulturen zu machen ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern gefährlich.
Kein Aufschrei!

Wenn eine Person in der Öffentlichkeit zum Beispiel Geld verschwendet, sind Justitia und der verbale Galgen nicht weit. Wenn Autokonzerne jahrelang Auflagen bewusst vergeigen, damit Schaden an Umwelt und den Kunden anrichten, finden das nur sehr, sehr wenige verwerflich. Gerechtigkeit hat zweierlei Maß.
Kein Aufschrei!

Wenn Flüchtlinge ins Land kommen, werden plötzlich Verrohung der Sprache und eine fremdenfeindliche Kultur und Politik hoffähig. Rückwärts gewandte Möchtegernpolitiker werden für Teile unserer Gesellschaft plötzlich zu Helden. Länder, in denen der Krieg die schreckliche Normalität darstellt, Menschen verelenden und sterben, sind weit aus dem Interesse gerückt.
Kein Aufschrei!

Oftmals nutzen Populisten und Demagogen unsere politische Unwissenheit und unsere selbst gewählte Unfreiheit gnadenlos aus. Geben wir uns doch gerne Leuten hin, die vorgeben, sich für uns bereits tolle Gedanken gemacht zu haben. Sie haben die einzig richtige Lösung für alle Probleme. Wirklich? Unsere Probleme und Fragen müssen wir schon selbst beantworten und lösen.
Immer noch kein Aufschrei!

Freitag, 4. November 2016

Schwarz - Weiß

Eines der drei Hauptportale der Basilica di San Lorenzo in Genua. Man sieht in Teilen die Konstruktion des Portals und seine Schönheit in einer anderen, vielleicht ungewöhnlichen Perspektive. Durch die Aufnahmeposition kann man aber auch die Höhe des Kirchenschiffs erahnen.
Interessant an dieser Ansicht ist, dass die Hauptbestandteile des Portals und des Kirchenschiffs in ihren einzelnen Elementen zweifarbig, quasi Schwarz -Weiß gestaltet wurden.

Was bei dem Gebäude ein architektonisches Stilmittel ist und der Kirche eine gewisse Erhabenheit gibt, gibt uns und unserem Leben eine gewisse Einfachheit. Manchmal ist etwas gut oder schlecht, ja oder nein; eben schwarz und weiß. Es gibt Zeiten, da sehnen wir uns nach einfachen Dingen und einfachen Antworten auf noch einfachere Fragen. 

Schwarz - Weiß, ein Symbol für knappe Aussagen und Antworten. Eine Erklärung ist nur selten möglich, denn die sind schon wieder zu lang und kompliziert. Die meisten unserer Gedanken und Fragen erlauben aber keine kurzen schwarz-weiß Antworten. Sie sind viel länger, komplizierter und manchmal auch schwerer zu ertragen. Gerade dann, wenn sich schwarz-weißes Denken bei uns eingebrannt hat. Wir stellen schnell fest, dass wir lange, vielleicht komplizierte Antworten gar nicht wollen.

Schwarz - Weiß, einfach, gute Struktur und fast immer gut erkennbar. Wirklich? Nur die harten Grenzen dazwischen bleiben wahrscheinlich in Erinnerung. Dass eigentlich alles fließt, eben von schwarz nach weiß, oder umgekehrt und dann selbst die Grenzen verschwimmen, wollen wir manchmal gar nicht sehen. Es gibt im Leben eben kein Schwarz - Weiß!

Schwarz - Weiß, manchmal denken wir in Schubladen. Schlecht dahin und Gut dort hinein und übersehen dabei den ganzen Schrank. Andere schaffen es, uns mit einfachen Fragen und Antworten auf deren Linie zu bringen. Das wir dabei einen Teil unserer Freiheit aufgeben und uns selbst der Einfachheit wegen Schwarz oder Weiß anschließen und unterwerfen, wollen wir vielleicht gar nicht mehr erkennen.

Vielleicht ist es doch gar nicht so richtig, nur in Schwarz - Weiß zu leben. Die Einfachheit gibt kein Warum und keine Zusammenhänge preis. Gleichzeitig schränken wir uns im Denken und Handeln ein. Perspektivlosigkeit kann die Folge sein, die eigene Kreativität und unsere Phantasie vertrocknen zu Staub; aus Mut wird Kleinmütigkeit. Unser Leben steckt im selbstgewähltem Gefängnis!

Dienstag, 18. Oktober 2016

Ausblick - Weitblick - Angst


Das Fenster einer romanischen Kirche in Ligurien. Man blickt durch die Fensterbögen auf den kleinen Hafen. Man sieht aber auch etwas weiter entfernt, Berge. Berge, die die Bucht, in der sich das Dorf befindet, abgrenzen. Einerseits bietet das Fenster einen Ausblick und so könnte man meinen, auch den notwendigen Weitblick; man meint, abschätzen zu können, wie groß Hafen und Bucht sind. Andererseits schränkt das Fenster die Sicht doch recht stark ein und außerhalb der Kirche sieht man, dass Hafen und Bucht deutlich größer sind, als man zuerst hätte vermuten können. Im Gedanken an den Unterschied zwischen einem eingeschränkten Ausblick, dem damit vielleicht verbundenem fehlenden Weitblick kommt Angst auf, manches aufgrund dessen zu über- oder auch zu unterschätzen. Die sich daraus ergebenen Folgen können wir oft nicht bewerten.
Hierbei handelt es sich aber nur um ein Fenster. Fehler, die sich aufgrund der Enge der Sicht durchs Fenster ergeben, sind eher harmlos und zuweilen auch erheiternd.

Wir selbst haben aber oft genug einen weniger harmonischen Ausblick. Oft auch genau deshalb, weil uns Weitblick fehlt. Weitblick, als symbolischer Begriff dafür, dass wir aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, Zusammenhänge zu schaffen, oder sehen zu können und zu wollen. Oft geht eine gewisse Wut oder zumindest Ärger damit einher, oder ist dann die Folge daraus. Damit schränken wir unseren eigenen Ausblick sowohl in der Breite ein, wie das Fenster in der Kirche, als auch in der Weite. Die Gegenwart wird eingeengt, die Zukunft wird nebulös. Das eigene Leben wird zur engen Kammer; Angst kommt auf!

Wenn wir den Ausblick auf unser Leben und Handeln nur noch eingeschränkt sehen, alles als schlecht dargestellt präsentiert bekommen und wir uns minderwertig behandelt vorkommen, kommt neben der Angst vor dem nächsten Unheil immense Wut auf. Wut auf alles, was besser zu sein scheint, Wut auf jeden, dem es besser gehen könnte als uns selbst und der zum System gehört. Überhaupt gehört jeder der sich außerhalb unseres Ausblicks befindet, zu denjenigen deren Aus- und Weitblick bei uns Wut erzeugt; eigentlich ist die vermeintliche Wut aber Angst!

Damit unser Aus- und Weitblick soweit wie möglich uneingeschränkt ist, müssen wir schon selbstbestimmt dafür sorgen. Andere für toll und nachahmenswert zu halten, nur weil diese wissen wie man mit Sprache agieren kann, bringt uns selbst keine Erweiterung von Aus- und Weitblick. Bildung, Information und damit einher gehend, die Nutzung von Sprache sind hier glaube ich, grundlegende Voraussetzungen. Ein offener Aus- und Weitblick gibt Freiraum, Freiraum für eigene Kreativität und Selbstständigkeit.  Vielleicht schützt uns geschaffener Freiraum, geschaffene Freiheit vor unserer Angst. Die Angst vor allem Fremden und Neuen. Die Angst vor dem Unbekannten und vor allem vor dem was uns gerne als unmöglich suggeriert wird. Der offene Weit- und Ausblick schützt uns aber vorallem vor der Angst vor uns selbst!

Aussicht, Weitsicht, wie Freiraum und Freiheit! Ärger und Hass wie Angst und fehlendem Mut!

Montag, 12. September 2016

Mut

Eine kleine Hafenmole in einem italienischen Dorf. Die Wellen brechen am Pier, die Gischt spritzt hoch und macht Besucher und Fischer nass. Gleich daneben springen Kinder von der meterhohen Mole ins Wasser. Die Felsen auf dem Meeresgrund und der Seegang machen den Kindern scheinbar nichts aus. Sie haben einfach den Mut ins Wasser zu springen. Schließlich lockt ja das Vergnügen des Sprungs und des Eintauchens ins kühle Wasser. Uns Erwachsene erschüttert da oft der Mut und die Sorglosigkeit der Kinder bis ins Mark!

Vielleicht fehlt uns einfach nur der Mut zum Sprung ins Wasser? Manchmal kommen wir an etwas Unbekanntes heran. Es anzusehen, kennen zu lernen, mit dem Unbekannten leben zu lernen, ist für uns wie wenn uns jemand ins kalte Wasser wirft. Wir müssen uns dem Unbekannten und damit auch Neuem stellen. Der Mut dies zu tun schwankt. Manchmal möchte man; vielleicht aus Neugier. Manchmal schreckt man davor zurück. Es könnte sich schließlich um etwas handeln, dass eine Gefahr in sich birgt. Oft aber wollen wir einfach nicht mutig sein!

Vielleicht fehlt uns einfach nur der Mut zur Selbstständigkeit? Manchmal müssen wir eine Entscheidung herbei führen. Vielleicht eine Entscheidung die wichtig für uns selbst, unsere Lieben oder für unsere Arbeit wichtig ist. Der Mut diese Entscheidung zu fällen hängt von vielen Aspekten ab. Wir müssen abwägen und entscheiden. Denn keine Entscheidung bedeutet, dass andere sie vielleicht für uns fällen werden. Man driftet immer weiter ins Unselbstständige ab und verkommt zur Maschine. Wollen wir wirklich nicht mehr selbstständig sein und vor allem den Mut dazu verlieren?

Vielleicht fehlt uns einfach der Mut Manches neu zu denken? Manchmal stellen wir fest, dass einiges in unserem Leben festgefahren ist oder immer noch nach alten Mustern unserer Vorfahren abläuft. Wir wissen, dass eine Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten dringend notwendig ist. Es ist an der Zeit das eine oder andere Ver- haltensmuster zu überdenken, ändern oder neu aufzustellen. Vielleicht ist der Mut sich selbst zu reflektieren und auch mal Änderungen herbei zu führen, schon längst durch uns selbst gegen den Mut immer nur andere zu kritisieren, ausgetauscht worden?

Vielleicht fehlt uns einfach nur der Mut zur Freiheit? Manchmal stellen wir fest, dass wir uns selbst in die Enge treiben. Wir rennen alten Regeln hinterher, finden plötzlich alte, überkommene Dogmen für erstrebenswert und setzen auf Traditionen die gar keine sind oder bereits durch andere ersetzt worden sind. Rosa gefärbte Heimatgefühle sind wieder in und werden von uns mit Gleichgesinnten hochgehalten. Ein Blick nach vorne, oder gar über den Tellerrand wird  als "no go" verdammt. Wollen wir wirklich keine Freiheit mehr, oder fehlt uns bereits der Mut frei sein zu wollen?

Dienstag, 16. August 2016

Bank


Eine Holzbank an unserem Stausee und eine wild verwachsene Kiesbank in der Wertach. Beide, mitten in der Natur, laden sie ein sich nieder zu lassen; eine Pause zu machen. Vielleicht stehen sie auch gerade jetzt symbolisch für die Ferienzeit. Wir machen jetzt eben Pause. Schüler genießen die großen Ferien, Erwachsene ihren Urlaub, die Bänder stehen still und manche Fabrik ist sogar geschlossen. 

Braucht man als Mensch überhaupt eine Pause? "Sicher, man muss sich vom Alltagsstress ausruhen und erholen um danach gleich wieder voll einsteigen zu können." So sagen viele: Wir selbst, unsere Freunde und Kollegen und vor allem die Tourismusindustrie. Tapetenwechsel am Strand mit den gleichen Leuten wie immer. Das Essen ist wie zuhause, nur die Preise sind anders. Dafür ist auch die Hektik die Selbe!

Braucht man als Mensch überhaupt eine Pause? Ja klar, jeder braucht die Bank zum Hinsetzen. Die Pause ist wichtig. Wichtig für uns, nicht für andere. Manchmal sind Pausen unersetzlich, sie geben uns und unseren Gedanken Freiraum. Man könnte sagen, Pausen machen ein bisschen freier. Pausen regen uns an, machen vielleicht sogar neugierig. Neugierig auf die Zukunft; unsere und die unserer Lieben!

Braucht man als Mensch überhaupt eine Pause? Ja, manchmal braucht man auch Denkpausen. Wir sind mit unserem Denken und unseren Ansichten in eine ungute Richtung gekommen. Manche unserer daraus gewonnenen Ansichten passen nicht mehr zu uns und unserem Umfeld. Dann ist neues Denken angesagt. Eine andere Denkrichtung ist evtl. die bessere. Nur der Mut zur Denkpause ist immernoch unglaublich klein!

Braucht man als Mensch überhaupt eine Pause? Vielleicht doch nicht so sehr, wie wir immer glauben? Vielleicht wollen wir nur einmal im Jahr unsere Bank haben. Die Bank um aus dem täglichen Einerlei heraus zu kommen, um Neues zu erfühlen, zu erleben und Spannung aufkommen zu lassen. Vielleicht brauchen wir die Bank auch zum Anlehnen, um unsere Ängste, vor uns selbst und der Zukunft, besser abfangen zu können?