Dienstag, 15. Dezember 2015

Wo geht die Reise hin?

Die Kabine des Airbus mit dem wir vor Kurzem nach London geflogen sind. Ein Kurztrip übers Wochenende, wir wurden zu einer Feier eingeladen. Die Feier und das Wochenende waren schön, sehr interessant und erkenntnisreich. Wir wussten natürlich wo die Reise hingeht und haben uns ein wenig vorbereitet. Kein Reiseführer, kein Schnellsprachkurs aber wir haben uns ein wenig um Land und Leute in der Nähe von Windsor bemüht.
Manchmal ist das Ziel aber unbekannt. Man stellt sich die Frage wo das Ziel ist, was man dort vorfindet und ob es dann immer noch weiter geht?

Wohin geht die Reise für uns selbst? Nun, man kann sich einen Plan machen. Einen Plan für eine bestimmte Aufgabe, ein Projekt oder für das ganze Leben. Wenn wir strikt danach vorgehen, erreichen wir wahrscheinlich das vorbestimmte Ziel. Wir wissen wohin die Reise geht. Manchmal kann man nicht zu hundert Prozent nach Plan vorgehen, man muss abweichen, Hindernisse stehen im Weg, Schwierigkeiten werden zum Alltag. Ist man dann immer noch in der Lage zu wissen, wohin die Reise geht? Nicht immer, aber Hindernisse müssen umgangen, Probleme gelöst werden. Man wird selbst dabei einsichtiger, umsichtiger, manche würden sagen, besser. Wohin die Reise geht, wird wieder klarer!

Wohin geht die Reise für unsere Gesellschaft? Hier gibt es wenig Pläne. Eine Gesellschaft hat Werte, kulturelle Schätze und eine gemeinsame Vergangenheit, egal wie lange diese ist. Manchmal gelangen in die Gesellschaft Einflüsse von innen oder von außen. Es verändert sich etwas, Neues kommt, Altes geht. Vor allem aber steigt die Angst davor! Zuerst wenige, dann immer mehr Menschen wissen nicht mehr, wohin die Reise geht. Sie hören jetzt auf Leute, die meinen zu wissen wo es hin geht, Populisten und Demagogen bekommen Hochkonjunktur. Was nicht sein soll, darf plötzlich nicht sein, Neues und Fremdes wird ausgestoßen, ja verteufelt. Wohin die Reise geht, wird für viele Menschen immer unklarer!

Wohin geht die Reise für unsere Länder? Jeder hat einen Plan, der des einen Landes ist besser als der des anderen. Länder schließen sich zu Gemeinschaften zusammen, neue Werte entstehen. Gemeinsame Pläne werden geschrieben. Probleme lassen daraus aber schnell wieder Einzelstaaten werden, Gemeinschaften drohen aufzubrechen. Abhilfe kann nur jemand schaffen, der sagt wohin die Reise geht. Antidemokratische Regierungen werden hoffähig. Freiheit wird zweit- und drittrangig. Die Bürger in den Staaten finden es dann meist auch noch gut. Denn, wenigstens einer im Land kann sagen wohin die Reise geht!

Vielleicht sollten wir uns wieder auf unser Wissen und unsere Erfahrung konzentrieren. Vielleicht könnten wir dann Probleme an der Ursache packen? Vielleicht ist Leben dann nicht nur ein hinterherrennen nach Plänen? Vielleicht würden wir dann irgendwann wieder der freie und selbstdenkende Mensch sein, der weiß wohin die Reise geht!

Mittwoch, 25. November 2015

Baustelle

Ein Haus wurde eingerüstet. Man sieht, dass ein Teil der Wandplatten fehlt. Vor dem Haus liegt Holz im Rasen, man hat wohl eine Holzverkleidung abgerissen. Vielleicht wird auch im Inneren des Hauses gearbeitet. Das Haus ist eine Baustelle, wahrscheinlich sind Renovierungen notwendig geworden.
Es gibt überall Baustellen, an anderen Gebäuden, an Straßen und Brücken und an anderen wichtigen Dingen, die für unser Leben wichtig erscheinen.

Vielleicht ist die Menschheit eine ständige Baustelle. Sie entwickelt sich physisch weiter, vielleicht sehen wir in ein paar hunderttausend Jahren ja ganz anders aus? Die Menschheit entwickelt sich auch in ihrem Sein weiter, behaupten manche. Wirklich? Ich denke auch, allerdings geht die Entwicklung vielleicht nicht immer linear voran. Manchmal gibt es auch Rückschritte. Ein Erkennen von Problemen untereinander ist dringend notwendig. Lösungen müssen her, die Menschen sollten aktiv werden. Starr- und Sturheit führt nicht weiter. Aktive und inaktive Menschheit!

Manche Gesellschaften bauen an sich selbst. Sie versuchen Neues zu integrieren und machen aus Fremdem etwas Bekanntes. Sie bauen an ihren Werten und Regeln, nehmen neue Werte auf und verstoßen schlechte bzw. überholte. Diese Gesellschaften passen Regeln den Gegebenheiten an und bauen an einem Regelsystem, welches die Mitglieder der Gesellschaft akzeptieren können und wollen. Andere Gesellschaften bauen nicht. Sie wollen ihre Werte nicht anpassen und notfalls umbauen. Fremdes muss für diese Gesellschaften außerhalb der Mauern bleiben. Diese Mauern dürfen nicht zur Baustelle werden, sie sind geschlossen. Die Regeln dieser Gesellschaften sind dogmatisch, Neues darf und wird nicht geschehen. Offene und geschlossene Gesellschaften!

Wir als einzelnes menschliches Individuum sind eine Baustelle. Man wir geboren, wächst auf und meint irgendwann erwachsen zu sein. Unsere Eltern versuchen uns zu erziehen, vielleicht lernen wir im Kindergarten bestimmte Dinge. In Schule und Berufsausbildung werden wir zur perfekten Arbeitsmaschine umgebaut. Ist das aber alles? Irgendwann in dieser Zeit beginnen wir vielleicht aus uns eine eigene Persönlichkeit mit eigener Meinung und Überzeugung zu bilden. Manchmal muss dann aber unsere Meinung und Überzeugung umgebaut werden. Entweder weil wir uns von etwas anderem überzeugen lassen, oder weil die aktuellen Gegebenheiten dies notwendig machen. Andere Menschen haben keine eigene Meinung oder Überzeugung bzw. haben diese manifestiert. Das Entstehen einer eigenen Meinung oder Überzeugung oder die Anpassung ist nicht möglich. Mündiger und unmündiger Mensch!

Freitag, 30. Oktober 2015

Schärfe

Verona, fotografiert jenseits der Etsch. Die Altstadt erscheint unscharf, das Bild ist verschwommen. Erst am unteren Rand werden verschiedene Ding deutlich, das Bild wird an dieser Stelle scharf. Um ehrlich zu sein, ich habe dieses Foto ein wenig bearbeitet um ein paar Dinge besser darstellen zu können:
Auf dem Foto erkennt man, dass Gegenstände deren Entfernung zum Betrachter hoch ist, undeutlich werden, an Schärfe verlieren. Je näher ein Gegenstand zum Betrachter steht, desto besser ist er zu erkennen; der Gegenstand gewinnt an Schärfe.

Manchmal interessieren uns Dinge, Fakten, Geschehnisse usw. um uns herum nicht. Sie sind unscharf und wir sehen sprichwörtlich darüber hinweg. Manchmal aber wird Einzelnes scharf und wir müssen uns damit beschäftigen. Tun wir das immer gerne und mit Nutzen für uns und andere, schließlich hatten wir ursprünglich gar keine Lust darauf? Nein, manchmal muss man so etwas einfach tun. Ja, manchmal ist es dann doch interessant. Ja, immer aber kann man etwas daraus lernen und für sich und andere Nutzen.

Manchmal sind andere Länder und das was dort geschieht weit, weit weg, unscharf. Selbst Krieg und das damit verbundene Leid ist unscharf und berührt uns nicht. Wenn dann aber alles plötzlich sehr nahe ist oder schon vor Ort, gewinnen Krieg und Leid an Schärfe. Vielleicht hätte wir doch darauf schauen sollen, aus Entfernung, Desinteresse und Unwissen Nähe und Klarheit machen? Nein, dann müssten wir ja über unsere Grenzen sehen und uns für Andere interessieren. Ja, manchmal ist genau dies dann doch wichtig. Ja, manchmal kann man damit etwas sofort zum Besseren wenden oder Schwierigkeiten erst gar nicht aufkommen lassen.

Manchmal beobachtet man etwas, das wie kleine Wellen im Fluss langsam auf uns zukommt. Die Anfangs unscharfe Welle wird größer, gewaltiger und schärfer. Oder das anfänglich laue Lüftchen wird zum Sturm. Vielleicht hätten wir schon zu Beginn auf die kleine Welle oder das laue Lüftchen schauen sollen, vielleicht könnten wir uns dann jetzt davor schützen. Nein, denn dann müssten wir ja an unserem bequemen Leben etwas ändern und auch mal gegen etwas sein, oder unsere Meinung sagen. Ja, manchmal ist der Kampf für das Etwas ein Weg zur eigenen Freiheit. Ja, manchmal muss man etwas aufhalten, denn dies könnte uns allen helfen.

Schärfe und Unschärfe, beide gehören zueinander. Den Einen kann es nur geben, wenn es den Anderen vorher gab. Und der Andere kann nur zum Einen werden, wenn wir das wollen.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Schlechtes Wetter


Eine Straße in unserer Siedlung. Der Herbst zeigt seine Wirkung, das Wetter ist schlecht. Bäume und Sträucher verfärben ihre Blätter; sie werden demnächst abfallen. Etwas sehr Schönes passiert, die Natur verändert sich und wir sind begeisterte Zuschauer und Mitwirkende. Schlechts Wetter, zusätzlich auch noch kühlere Temperaturen machen uns aber auch träge und bewegungsarm! Schlechtes Wetter verändert auch manchmal unser Verhalten und unser Denken.

Der Begriff "Schlechtes Wetter" hat nicht nur meteorologische Bedeutung, sondern kann auch auf manches was uns bewegt und zum Stillstand bringt, übertragen werden.

Beginn der Übertragung:
Manchmal wollen wir uns verstecken. Wir suchen ein Versteck vor uns selbst, vor anderen und vor der Welt an sich. Wir meinen alles ist schlecht: Wir selbst, unser Umfeld und die Gesellschaft. Schlechtes Wetter in uns!

Manchmal wollen wir schreien. Wir suchen Gehör bei allem und jedem. Wir müssen unseren Ärger, unsere Freude und unsere Meinung hinaus schreien in die Welt. Wir sehen keine andere Möglichkeit, sonst hört uns keiner zu! Schlechtes Wetter bei den anderen!

Manchmal müssen wir uns wehren. Wir brauchen Waffen gegen das Fremde, gegen das Neue und überhaupt, gegen alles. Wir sehen zwar alles negativ und schlecht, uns geht es aber gut dabei, weil andere uns darin bestärken oder gleich denken. Schlechtes Wetter in uns!

Manchmal glauben wir, alles ist zu spät. Weniger Schönes und vielleicht sogar Gefahren werden von anderen schlimmer geredet als sie sind. Verschwörungstheorien machen die Runde und stecken uns an. Schlechtes Wetter bei anderen!

Manchmal müssen wir verstehen. Wir brauchen Verständnis für Veränderung, Neues und Fremdes. Wir müssen verstehen, dass die Welt nicht stehen bleibt, nicht stehen bleiben kann und wird. Schlechtes Wetter?

Manchmal fühlen wir uns erschlagen. Erschlagen von unserer eigenen phlegmatischen Lebensweise. Wir wollen etwas ändern, uns Neuem zuwenden und endlich wieder tatkräftig am Leben mitmischen. Gutes Wetter!

Ende der Übertragung.

Montag, 21. September 2015

Urlaub

 
Sonnenuntergang am Gardasee. Menschen stehen am Hafen, unterhalten sich und genießen das Naturschauspiel. Durch die Fahnenmasten erscheint es, als ob die Protagonisten des Fotos in Gruppen eingeteilt wären. Die einen, wir Urlauber aus beispielsweise Deutschland, Urlauber aus anderen Nationen und den Einheimischen, die ebenfalls den schönen Abend genießen. Allen gleich scheint, dass sie ihren Urlaub, ihre freie Zeit, genießen.

Was auffällt ist, dass selbst im Urlaub viele Menschen aus dem gleichen Kulturkreis suchen. Sie sollten die gleiche Sprache sprechen, wenn möglich, die gleichen oder zumindest ähnliche Interessen haben und manchmal dürfen politische Ansichten gerne auch auf der gleichen Welle schwimmen. Man geht bewusst dorthin in Urlaub, wo viele Menschen aus dem Heimatland auch Urlaub machen. Urlaub im gleichen Hotel wie viele Landsleute auch, man spricht die gleiche Sprache. Urlaub im Getto?

Wir machen gerne mal dort Urlaub, wo wenig Touristen sind. Wo Sprache eine Herausforderung darstellt und die Menschen dort ihren normalen Arbeiten als Bauer, Arbeiter oder Angestellter nachgehen. Tourismus ist ein angenehmer Nebenverdienst, wird aber in der Regel auf kleiner Flamme gekocht. Manche sagen, das ist noch authentisch, hier sieht man Land und Leute, wie es wirklich ist. Urlaub im Zoo?

Rundreisen, meist mehrere Länder in kurzer Zeit sind beliebt. Alles wird geführt und ist bis ins Detail organisiert. Heute in diesem Land, morgen in der großen Stadt. Zeit zur Entspannung und Erholung bleibt wenig. Man sieht sehr viel und doch nichts. Nur Fotos beweisen, dass man da war. Stress im Urlaub?

Camping als alternative Variante zu Hotel und Pension. Man lebt im Zelt oder Wohnwagen und hat ein kleines, aber feines Reich für sich. Man kennt nach kurzer Zeit die Nachbarn und freundet sich an. Die Väter finden es toll, die Kinder sind begeistert, oder auch nicht. Die Mütter kochen und putzen wie immer! Urlaub ohne Urlaub?

Irgendwie finden wir Urlaub trotzdem toll. Wir haben uns wunderbar erholt und würden am liebsten gleich wieder fahren. Wir fahren zwar immer wieder an den gleichen Ort in den Urlaub, machen die gleichen Spaziergänge und schauen beim Shoppen in die gleichen Läden, aber Urlaub ist einer der Höhepunkte im Jahr.
Für uns auch!

Sonntag, 16. August 2015

Ernte

Ein Getreidefeld bei uns in der Nähe. Das Getreide ist reif und wird bestimmt bald geerntet. Das Korn wird verwertet und vielleicht zu Mehl vermahlen und dient damit der Ernährung vieler. Auch der Bauer und seine Familie ernähren sich aus dem Verkauf des Getreides. Er, der Bauer hat dann mit dem Einfahren der Ernte das Jahresziel für dieses Feld erreicht.

Manche Verwandte und Freunde erzählten mir schon öfters, sie hätten ein Lebensziel. Sie würden bald die Ernte einfahren. Bei Rückfragen nach dem Begriff "Lebensziel" bekam ich oft folgende Antworten: "Auskommen im Rentenalter"; "Ein Grundstück mit Haus"; "Endlich die Möglichkeit zu reisen"; "Ein tolles Auto" und "Gesundheit"! Sicher keine repräsentativen Antworten, aber immerhin ist eine Antwort dabei, die nicht materiell ist.

Will ich eigentlich auch ein Lebensziel?
Ich weiß es nicht um ehrlich zu sein. Eher, so meine ich aber, nein, ich will das nicht. Ein Ziel des Lebens? Ist das nicht das Leben selbst? Besteht ein sogenanntes Lebensziel wirklich aus so Profanem wie "Auskommen im Alter" oder einem "tollen Auto"? Gesundheit schon eher; aber ist dieser Wunsch nicht für das ganze Leben wichtig und wünschenswert? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Lebensziel ist!

Vielleicht aber liege ich ganz falsch und sehe materielle Dinge einfach nur als unwichtig an. Nein, materielle Dinge habe ihren Sinn. Sie sorgen dafür, dass wir unser Leben leben können. Wir allerdings, müssen erst für die materiellen Dinge sorgen, um es uns bequem machen zu können. So angenehm dann ein bequemes Leben ist, ist das dann die Ernte? Wenn ja, was passiert danach?

Vielleicht bin ich aber aufgrund unserer materiellen Ausrichtung von Werten und Ziele einfach nur verstört? Verstört deshalb, weil es zwar erfreut, wenn man etwas Materielles anschafft, dies aber selten zum Glück führt. Für mich ist die Freude an der Möglichkeit wichtiger als die eventuelle Anschaffung selbst. Materielles und Immaterielles zu erreichen, können Ziele sein.

Vielleicht aber liege ich richtig damit, dass Materielles nur ein Hilfsmittel des Lebens sein kann? Eventuell gibt es ja wichtigere Lebensziele? Und nicht nur eines? Vielleicht ist das Leben auch in viele verschiedene Ziele eingeteilt; vom Beginn unseres Lebens bis zu Tod? Ja, verschiedene Ziele im Leben sind ein interessanter Aspekt!

Vielleicht sind aber Ziele welche man sich selbst steckt, täglich mehr und mehr, das Ziel des Lebens. Die Ernte wird dann nicht am Ende eingefahren, sondern ständig. Es wird nicht eine große Ernte geben, sondern viele, vielleicht kleine. Vielleicht schauen wir irgendwann lieber auf viele kleine erreichte, interessante und spannende Ziele zurück, als auf ein großes und langweiliges!

Mittwoch, 29. Juli 2015

Unschuld

Eine Palmlilie in unserem Garten; die Sonne blinzelt durch die Blüten. Die weißen, kelchförmigen Blüten leuchten hell. Sie vermitteln durch ihre Farbe und ihr Leuchten den Eindruck von Sorglosigkeit, neuem Leben und von Unschuld. Aber auch von Hässlichkeit und Vergänglichkeit, wenn die Lilie abgeblüht hat.
 
Definieren wir Unschuld als grundlegende Eigenschaft:
Wann verliert dann der Mensch seine Unschuld? Dann, wenn ein kleines Kind das erste Mal bewusst lügt? Oder schon dann, wenn das Kind von einem unbekannten Menschen angeschaut wird und es dann weint? Ich denke weder bei der ersten Lüge, noch beim Unbekannten. Vielleicht kommt ein Kind gar nicht unschuldig auf die Welt?

Wann verliert dann ein Volk seine Unschuld? Dann, wenn sich unterschiedliche Gesellschaftsschichten bilden? Oder schon dann, wenn Geschlechter unterschiedliche Stellungen haben? Ich denke weder bei den Gesellschaftsschichten, noch bei der Geschlechterstellung. Vielleicht aber bereits dann, wenn Menschen Wertigkeiten erkennen wollen und diese anwenden?

Wann verlieren dann die Bewohner der Erde ihre Unschuld? Dann, wenn sie sich gegenseitig bekriegen? Oder schon dann, wenn sich Menschen gegenseitig in Klassen einteilen? Ich denke weder wenn sie sich bekriegen, noch in Klassen einteilen. Vielleicht aber bereits dann, wenn sie sich gegen die Erde wenden?

Wann verlieren dann Staaten ihre Unschuld? Dann, wenn sich Staaten gegen ihre eigene Bevölkerung wenden? Oder schon dann, wenn Menschen aus einem anderen Staat nicht als gleichwertig betrachtet werden? Ich denke weder wenn der Staat sich gegen sein eigenes Volk wendet, noch wenn Fremde diskriminiert werden. Vielleicht aber bereits dann, wenn Bevölkerung und Verantwortliche im Staat nur an so etwas denken?

Wann verliert dann Unschuld die Unschuld? Dann, wenn es nur noch Schuld gibt? Oder schon dann, wenn wir das erste Mal erkennen, dass es ohne Schuld keine Unschuld geben kann?